08.09.2015: Presseerklärung

Der von uns vertretene Dr. Hans-Georg Wieck ist erfolgreich vor dem Landgericht Berlin (Az. 27 O 202/15) gegen die Veröffentlichung eines Großteils des im Mitteldeutschen Verlag erschienenen Buches „Im geheimen Krieg der Spionage – Hans Georg Wieck (BND) und Markus Wolf (MfS)“ von Nicole Glocke und Dr. Peter Jochen Winters vorgegangen.

Das Landgericht Berlin hat am 01.09.2015 nach mündlicher Verhandlung den insgesamt 210 Unterlassungsanträgen stattgegeben; die beklagten Autoren sowie der Mitteldeutsche Verlag haben die Kosten des Rechtsstreits zu tragen.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Parteien vor Aufnahme der Hintergrundgespräche für die Erstellung eines Porträts des Klägers einen Autorisierungsvorbehalt vereinbart hatten, den der Kläger wirksam nach Vorlage eines ersten Manuskriptes durch die Autorin Glocke ausgeübt hatte. Die Beklagten haben die Veröffentlichung gegen die ausdrückliche Verweigerung der Autorisierung durch den Kläger vorgenommen. Die Klage stützte sich auf die Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechtes des Klägers aus §§ 823, 1004 BGB sowie den Verstoß gegen die getroffene Autorisierungsabrede. Der Abschluss der Autorisierungsabrede ergab sich aus der vor Aufnahme der Hintergrundgespräche zwischen den Parteien gewechselten Korrespondenz. Dort wurde darüber hinaus festgehalten, dass die Gespräche zunächst ergebnisoffen geführt werden sollen.

Dr. Schork, Rechtsanwältin